Sarah Singer
Präsidentin des Jüdischen Nationalfonds – Keren Kayemeth LeIsrael e.V.
© www.uwesteinert.de

Jüdischer Nationalfonds – Keren Kayemeth LeIsrael

Der JNF-KKL wurde 1901 in Basel, Schweiz, gegründet. Gemeinsam mit ihren Vertretungen in fast 50 Ländern engagiert sich die gemeinnützige Organisation mit Hauptsitz in Jerusalem im Umweltschutz, forstet Wälder auf, legt Grüngürtel an, baut Wasserreservoire und erschließt landwirtschaftliche Nutzflächen sowie Erholungsgebiete in Israel.

Nach dem zweiten Weltkrieg und dem Holocaust wurde der JNF-KKL Deutschland e.V. 1953 wieder gegründet und arbeitet an den vier Standorten Düsseldorf (Hauptbüro), Berlin, Frankfurt am Main und München.

Die Schoah war eine schmerzhafte Zäsur für das jüdische Leben in Europa und für die Arbeit des JNF-KKL. Deshalb setzten wir bundesweit bei unseren Projekten nicht nur einen Fokus auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit, sondern auch auf Bildung und Erziehung im Kontext der deutsch-israelischen Zusammenarbeit.

Als Präsidentin des JNF-KKL aber vor allem als deutsche Jüdin, deren Eltern den Holocaust überlebt aber nie verarbeitet haben, liegt mir unser Projekt Was kannst Du über die Schoah sagen?  besonders am Herzen.

Auch nach so vielen Jahren, wollen wir Jugendliche ermutigen Fragen zu stellen, zu entdecken, aber vor allem wollen wir aufklären. Das Filmprojekt ermöglicht Jugendgruppen sich auf einem sehr persönlichen und außergewöhnlich kreativen Weg, mit diesem schwierigen und emotionalen Thema unserer Geschichte auseinandersetzen zu können.

2018 zelebrieren wir zudem den 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels. Gerade auf diesem Hintergrund ist es dem JNF-KKL eine besondere Freude, die drei herausragenden Filmgruppen nach Israel einzuladen, um die besonderen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel zu stärken und mit ihrem Projektbeitrag ein Zeichen der Hoffnung und Verständigung für zukünftige Generationen beider Länder zu setzen.

Ich möchte jetzt schon persönlich Jedem für seine Teilnahme an diesem wichtigen Projekt danken.

Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW

Was kannst Du über die Schoah sagen?  Dieses Filmprojekt lädt Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9 ein, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und ihre eigene Herkunft und Biografie, ihre Erfahrungen und Fragen einzubeziehen. Historisch-politische Bildung, die Vermittlung grundlegender Werte wie Freiheit und Demokratie ist eine fortwährende Aufgabe von Schule und Gesellschaft im Dienste unserer Demokratie. Im Zentrum einer Auseinandersetzung mit der jüngeren deutschen Geschichte steht die Schoah, sie ist der Dreh- und Angelpunkt jeder Erinnerungskultur in Deutschland.

In der kreativen Gestaltung eines kurzen Films zum Thema liegt die besondere Chance, gemeinsam ganz persönliche Sichtweisen darzustellen. Während eines Workshops in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück werden die ansprechendsten Beiträge weiterentwickelt und ergänzt. Die ausgewählten Teams erhalten schließlich die Chance, auf einer Reise nach Israel das Land kennenzulernen und mit jungen Menschen in Kontakt zu kommen.

Ich hoffe, dass viele Jugendliche und junge Erwachsene diese Gelegenheit nutzen werden, sich mit einem zentralen Kapitel deutscher Geschichte auch ganz persönlich auseinanderzusetzen und dabei Neues zu lernen und zu entdecken. Ich bin gespannt auf die Ideen und Beiträge und wünsche allen engagierten Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und außerschulischen Partnerinnen und Partnern viel Erfolg!

Yvonne Gebauer
Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen
© Sascha Menge

Patrick Siegele
Anne Frank Zentrum
© Stephan Pramme

Anne Frank Zentrum

Das Anne Frank Zentrum ist die deutsche Partnerorganisation des Anne Frank Hauses in Amsterdam. Mit Ausstellungen und Bildungsangeboten erinnert das Zentrum an Anne Frank und ihr Tagebuch. Es schafft Lernorte, in denen sich Kinder und Jugendliche mit Geschichte auseinandersetzen und diese mit ihrer heutigen Lebenswelt verbinden. Sie lernen gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und sich für Freiheit, Gleichberechtigung und Demokratie zu engagieren.

Das Anne Frank Zentrum zeigt eine ständige Ausstellung in Berlin und Wanderausstellungen in ganz Deutschland. Es setzt bundesweit Projekte um und entwickelt Materialien zur Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus und Holocaust sowie mit Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung heute.

Das Filmprojekt Was kannst Du über die Schoah zu sagen?  unterstützt das Anne Frank Zentrum, um damit den Austausch zwischen jungen Menschen aus Israel und Deutschland zu fördern.

Das Anne Frank Zentrum hat seinen Sitz in Berlin und ist ein gemeinnütziger Verein. Das Zentrum ist als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt und Mitglied im Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten.

bene Stiftung

Die bene Stiftung macht es sich zur Aufgabe Wissenschaft, Forschung, Kunst, Kultur, Erziehung, Volks- und Berufsbildung im In- und Ausland zu fördern. Die internationale Gesinnung der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und der Völkerverständigung liegt der bene Stiftung besonders am Herzen. Dabei ist es wichtig, das Andenken an Opfer des Holocausts und Verfolgte, Kriegs- und Katastrophenopfer zu bewahren und gegen rechtsextremistische Organisationen und Strömungen in Deutschland anzugehen.

Die Förderung der partnerschaftlichen Beziehung zum Staat Israel ist ein wichtiger Bestandteil dieses Ziels. Das Projekt Was kannst Du über die Schoah sagen?  knüpft daher sehr gut an die Werte der bene Stiftung an und wir freuen uns, die Bildungsarbeit des Filmprojekts für Schüler*innen zu unterstützen.

Christoph Winkler von Mohrenfels
Vorstandsvorsitzender der bene Stiftung

Dr. Matthis Heyl
Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
© Marieke Anne Heyl

Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

In der Gedenkstätte Ravensbrück und ihrer Internationalen Jugendbegegnungsstätte suchen wir auch nach altersgemäßen Formen, Jugendliche für die Auseinandersetzung mit der Geschichte der nationalsozialistischen Massenverbrechen zu gewinnen.

Das Filmprojekt Was kannst Du über die Schoah sagen?  scheint uns besonders geeignet, Schülerinnen und Schüler auf kreative Weise an diese Geschichte heranzuführen. Mehr noch: sie erhalten Gelegenheit, zum Ausdruck zu bringen, was sie an der Beschäftigung mit dieser Geschichte für die Gegenwart für relevant halten. Damit werden sie zu aktiven Teilnehmern einer vielfältigen Erinnerungskultur, die sich mit ihren Filmen auch an andere Jugendliche wenden.

Wir versprechen uns aus diesem Filmprojekt auch für unsere Arbeit Anregungen dafür, wie wir künftig gedenkstättenpädagogische Projekte mit Jugendlichen entwickeln können, die ihnen die Teilhabe an der Erinnerung ermöglichen.

Deutsches Jugendherbergswerk – DJH-Landesverband Berlin-Brandenburg e.V.

Mit rund 500 Jugendherbergen in ganz Deutschland, davon 20 Standorte in Berlin und Brandenburg, ist das Deutsche Jugendherbergswerk größter Anbieter im Bereich der Jugendunterkünfte. Jugendherbergen bieten vielfältige Programme mit ganzheitlichen Konzepten für alle Gästegruppen an. Dies geschieht mit eigenen geschulten Mitarbeitern, sowie mit entsprechend qualifizierten Kooperationspartnern vor Ort. Jugendherbergen bieten einen pädagogischen Erfahrungsraum für Klassenfahrten, (Ferien-)Freizeiten, Gruppen- und Familienaufenthalte. Sie sind Bildungsorte, die soziales, schulisches und außerschulisches Lernen aktiv unterstützen und ermöglichen.

Gerne unterstützen wir gemeinsam mit der Stiftung Deutsches Jugendherbergswerk das Filmprojekt Was kannst Du über die Schoah sagen?  und den hier geplanten Film-Workshop. Wir sind sicher, dass wir in unserer als „Internationale Jugendbegegnungsstätte“ mit den Bildungsschwerpunkten Medienprojekte und Gedenkstättenpädagogik ausgerichteten Jugendherberge in Ravensbrück optimale Rahmenbedingungen für das kreative Schaffen der jungen Filmemacher*innen bieten können.

Deutsches Jugendherbergswerk – DJH-Landesverband Berlin-Brandenburg e.V.